Marmelade kochen – 5 Vorteile der eigenen Herstellung.

Ich kann meiner Lust nach Abwechslung und Ausprobieren nachgehen. Es entspannt mich und die Kinder sind auch jedes Mal voll Begeisterung dabei. Wir kochen immer nur eine kleine Menge. Dann ist für jeden etwas dabei und nichts wird schlecht. Das sind zusätzliche Vorteile für uns. Die sind aber sehr individuell. Wer 100 Kilo Obst verarbeiten muss, ist wahrscheinlich nicht mehr sehr entspannt. Deswegen gibt es hier die 5 wichtigsten Vorteile:

Du weißt, was drin ist

In der Regel ist angegeben, welches Obst für die Marmelade, Konfitüre oder den Fruchtaufstrich verwendet wurde. Vielleicht steht auch noch genau drauf, welcher Zucker drin ist. Aber du weißt nicht, in welchen Mengen. Du weißt auch nicht, woher das Obst kam.

Wenn du Marmelade kochst, weißt du genau, woher du das Obst hast. Kannst entscheiden, ob Bioanbau oder konventioneller. Ob aus dem heimischen Garten, von Freunden, Nachbarn oder dem Wochenmarkt. Du kannst entscheiden, wieviel Zucker du verwenden möchtest und vor allem welchen. Es gibt noch mehr Möglichkeiten als Gelierzucker. 4 Alternativen zu Gelierzucker habe ich bereits aufgelistet.

Du kannst deine Lieblingsfrüchte verarbeiten

Im Geschäft gibt es nur Einheitsbrei. Schmeckt immer gleich und auch, wenn es viele Sorten gibt, fehlt bestimmt diese eine, auf die du Lust hättest. Apfel – Zimt – Gelee, Apfel – Pflaume – Holunder – Marmelade, Banana – Split – Curd. Klingt lecker, oder? Vielleicht hast du im Garten auch eine Pflanze, die man überhaupt nicht als Marmelade zu kaufen bekommt. Jostabeeren zum Beispiel.

Du musst kein Obst wegwerfen

Zuviel Obst im Garten oder gekauft? Obst hält sich nicht ewig. Der erste Apfel schrumpelt schon. Die Erdbeeren bekommen die ersten Matschflecken. Zum Marmelade kochen kann man auch kleine Mengen Obst verwenden. Dann wird es eben nur ein kleines Glas. Hat den weiteren Vorteil, dass du weniger Zucker verwenden musst, da die Menge eh nur ein paar Tage reicht. Und du hast Abwechslung auf dem Tisch.

Du hast immer ein schnelles Geschenk zur Hand

Kurzfristig bei der Nachbarin zum Geburtstag eingeladen? Kleine Aufmerksamkeit für die Postbotin? Egal für welchen Anlass, Marmelade kommt fast immer gut an. Zur Not verschenkt der Beschenkte sie eben weiter. Ich mache jedes Jahr zu Weihnachten für meine Familie ein kleines Set Marmelade. Ein Set besteht aus 6 Gläsern á 50 ml. Jedes Glas enthält eine andere Sorte. Dann tauschen alle untereinander, was ihnen besser schmeckt. Immer wieder wunderschön anzusehen.
Marmelade kann man auch gut tauschen. Zum Beispiel gegen Obst für mehr Marmelade.

Du lebst gesünder

Obst, Zucker, Pektine, Säurungsmittel. Das steht auf dem Etikett der gekauften Marmelade. Da die Konfitürenverordnung vorschreibt, dass in Konfitüre mindestens 55% Zucker enthalten sein müssen, kannst du dir ausrechnen, wieviel Frucht dann tatsächlich noch drin ist. Und nein, es sind nicht 45%. Denn es ist abhängig vom verwendeten Obst. Bei Johannisbeeren brauchen es nur 25% sein. Da Zucker billiger ist als Obst, kannst du davon ausgehen, dass die Hersteller lieber mit Zucker als mit Obst die letzten Prozente vollmachen.

Große Mengen Marmelade kochen, bedeutet auch, viel Zucker zu verwenden. Denn der macht die Marmelade lang haltbar. Kleine Mengen kommen auch mit viel weniger Zucker aus und sind somit auch gesünder für dich und deine Familie. Ich kann zum Beispiel keine gekaufte Erdbeermarmelade essen. Das Zeug schmeckt wie purer Zucker. Von Erdbeergeschmack keine Spur. Ich mag es süß, aber das ist mir zu extrem. Ein einzelnes kleines Glas selbstgekochte Marmelade mit einem Spritzer Johannisbeersaft schmeckt tausend Mal besser, als der Erdbeermarmeladejahresvorrat von Tante Ilse.

Komm mit auf Entdeckungstour. Ich gebe dir alles an die Hand, was du brauchst, um deine eigene Marmelade kochen zu können. Oder Gelees, Konfitüren, Mus und Curd.